RÜCKBLICK

Varianta war ein Meilenstein in der deutschen Yachtbau-Geschichte. In Zeiten der Hippiebewegung, der sexuellen Revolution, der Suche nach Freiheit und dem Hype um Musik-Bands wie den Beatles und den Rolling Stones, zeichnete E.G. van de Stadt im Auftrag von Willi Dehler ein Schiff, mit welchem man viele Sehnsüchte der damaligen Zeit ausleben konnte.

 

Wozu abends im spießigen Eigenheim der Eltern „Erkennen sie die Melodie“ im Schwarz-Weiß-Fernsehen gucken, wenn man mit dem kleinen Kielschwerter in einer einsamen Bucht vor Anker liegend, von Jimi-Hendrix-Riffs begleitet, gemütlich rauchen konnte?! Warum mit einem PKW auf engen verstopften Straßen von Ampel zu Ampel stottern, wenn man mit der Varianta bis zum Horizont segeln, oder aber ihre Schnelligkeit auf Regattabahnen ausleben konnte?!

 

Für viele gab es auf diese Fragen nur die Antwort des Segelns. Kein Wunder also, dass Dehler die Varianta zwischen 1967 und 1984 über 5000 mal bauen und verkaufen konnte.

 

Varianta war erschwinglich - 20000 Mark – nicht zu viel für andauernde Freiheit.

 

Varianta war pflegeleicht - Wenig Technik und ein Sliptrailer garantierten Mobilität.

 

Varianta war wohnlich - Platz für 4 Personen, bequeme Sitzhöhe, eine praktische Pantry, viel Stauraum, Ablagen und gute Isolierung waren in einer Varianta serienmäßig. Mehr brauchte es nicht zur Unabhängigkeit.

 

Varianta war Teamwork - Zusammenhalt machte stark. Rund 100 Ranglistenregatten wurden von den Varianta-Fans deutschlandweit gesegelt.

 

Varianta war schnell - VW Bus oder Porsche? Die Varianta konnte beides. Gemütlich und schnell.

 

Varianta war sicher - Mit ihrem hohem Ballastanteil waren die Schiffe nicht kennterbar. Einlaminierte Auftriebskörper verhinderten zudem ein Sinken der Variantas.